{Unterwegs} Kroatienurlaub 2016 (Part1)

Hallo meine Lieben,

auch wenn wir jetzt schon wieder seit ein paar Wochen zu Hause sind und uns der Alltag bereits wieder fest im Griff hat, so möchte ich euch trotzdem noch von unserem diesjährigen Sommerurlaub erzählen. Wie schon 2009 und 2013 zog es uns auch dieses Jahr wieder nach Kroatien. 2009 waren wir noch mit dem Zelt unterwegs und 2013 war unser erster Urlaub mit dem Wohnwagen. Wir hatten lange überlegt wo es dieses Jahr für uns hingehen würde. Nach Italien (2014) und Ungarn (2015) waren wir uns dann aber alle einig: Kroatien sollte es erneut für uns sein. Da wir eher die Spontanentscheider sind, haben wir uns im Vorfeld lediglich 2-3 Campingplätze angeschaut und sind dann in der Nacht vom 18.07. auf den 19.07 los gefahren. Eigentlich war unser Plan, das wir (bis auf die üblichen Pipi/Ess/Beine vertreten Pausen bis nach Kroatien durchfahren. Aber wie heißt es so schön? Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

 

P1010979

Während die Kinder und ich im Auto schliefen, brachte der Herzensmann die ersten Kilometer hinter sich. Kurz vor München machte er dann die erste Pause, diese verschliefen wir anderen. Als die Kinder dann schließlich wach waren und nach Frühstück verlangten waren wir im Gebiet Traunstein. Natürlich hatte ich vorsorglich alles eingepackt was man für ein Frühstück auf einer Rastanlage so braucht. Eigentlich wollte ich nur schnell die Milch aus dem Wohnwagenkühlschrank holen und dann gemeinsam mit meiner Familie Frühstücken. Wie gesagt eigentlich. Denn als ich meinen Mann um den Schlüssel für den Wohnwagen gebeten habe, fing er auf einmal ganz hektisch an, seine Hosentaschen zu durchwühlen. Mir ahnte schlimmes und so sollte es auch sein. Er hatte den Schlüssel für den Wohnwagen verloren. Auch das mehrmalige Absuchen des Autos, der Hosentaschen und sämtlichen Plätzen wo dieser Schlüssel hätte sein können, brachte kein anderes Ergebnis. Der Schlüssel war weg.

Nun war guter Rat teuer, denn wer sich ein wenig mit Wohnwagen auskennt, der weiß, das dieser Schlüssel nicht nur die normale Tür öffnet, nein auch der Deichselkasten (eine Art Stauraum) und den Ablass für das WC öffnet man mit diesem Schlüssel. Anfangs waren wir noch recht optimistisch, das ein (Gott sei dank direkt neben dem Rastplatz gelegener) Autohof mit Abschleppdienst das Problem beheben könne. Doch auch diese Idee stellte sich als Trugschluss heraus.

Nachdem der Fachmann sich das ganze angeschaut hatte, fiel ihm nur eine Idee ein: Aufbohren.. Aber ein neues Schloss könnte er so schnell nicht besorgen, das würde dauern. Diese Option kam nun überhaupt nicht in Frage, da wir den Wohnwagen ja schlecht unverschlossen auf dem Campingplatz stehen lassen können.

Auch wenn er uns leider nicht weiter helfen konnte, machte er sich die Mühe uns die Adresse von 2 Wohnwagenhändlern in der Umgebung heraus zu suchen. Diese wollten wir anfahren und hofften das man uns da weiter helfen könne. Der erste Händler den wir anfuhren, hatte auch keine andere Idee als Aufbohren. Auch hier sagten wir natürlich, danke aber nein Danke und fuhren zu dem 2 Händler auf unserer Liste. Mittlerweile hatte ich mich seelisch schon darauf vorbereitet den Kinder zu erklären, das es dieses Jahr keinen Urlaub geben würde. Auch der 2 Händler konnte uns leider nicht weiterhelfen, hatte aber eine Idee. Er erzählte uns das er schon des öfteren mit einem Händler direkt in Traunstein zusammengearbeitet habe. Dieser Traunsteiner Händler habe auch Erfahrung mit älteren Wohnwagenmodellen, denn unser ist schon Baujahr 1999. Er rief auch direkt bei dem Händler an, dieser meinte wir sollen direkt vorbei kommen, sie würden sich schon mal mit dem Hersteller in Verbindung setzten.

Als wir dann bei diesem Händler ankamen, wurden wir schon erwartet, denn die überaus nette Dame aus dem Büro hatte die Herrschaften des Herstellers bereits über unser Problem informiert und sie brauchten für das weitere Vorgehen die Fahrgestellnummer aus dem Fahrzeugbrief. Nach einem weiteren Telefonat, überraschte uns die Dame mit der Aussage: Ich habe da eine Idee, ich bin gleich wieder da. Nach wenigen Momenten kam sie dann tatsächlich mit einem riesigen Schlüsselring aus Draht aus der Werkstatt. Darauf hingen ca 30-40 Wohnwagenschlüssel. Nun machte sie sich auf die Suche nach dem Schlüssel, der zu unserer Fahrgestellnummer passen sollte.

Nach einigen Minuten hatte sie ihn gefunden und wir gingen gemeinsam zum Wohnwagen. Tja und was soll ich sagen? Sie hat den Schlüssel ins Schloss gesteckt, ihn versucht zu drehen und es hat tatsächlich geklackt und die Tür war offen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie groß der Stein war, der mir vom Herzen gefallen ist. Meine Erleichterung war sicher spürbar und wurde noch größer als die Dame sagte, wir könnten den Schlüssel haben, sie würde sich per Express einen neuen bestellen und gleichzeitig einen 2 für uns. Diesen könnten wir auf dem Rückweg abholen. Nun mussten wir nur noch das finanzielle regeln, aber auch da hatten wir Glück im Unglück. Die Neuanschaffung der Schlüssel hat inkl. MwSt 7,70€ gekostet. Noch nie habe ich so gerne eine Rechnung beglichen.

Endlich konnte es weiter gehen nach Krotaien, aber diese Dame war (und ist) unsere persönliche Heldin. Vielen dank noch mal an die engagierte Mitarbeitern der Caravanprofis in Traunstein.

Nun waren wir also wieder auf dem Weg. Der Herzensmann meinte, er könnte nun bis zu unserem Zielort durchfahren, hat aber kurz nach der Österreichischen Grenze gemerkt, das er einfach zu müde ist. Und da wir ab dem Moment Urlaub haben, wenn wir ins Auto steigen und los fahren, beschlossen wir uns einen Campingplatz in Österreich zu suchen und dort eine Nacht zu verbringen.  Nach einer kurzen Recherche im Internet stießen wir auf den Campingplatz Passrucker in Altenmark.

 

LG

 

Ich muss ehrlich sagen, nach den Bewertungen im Internet, hatte ich nicht so einen wunderschönen und gepflegten Campingplatz erwartet. Alles war sauber, gepflegt, die Mitarbeiter waren super nett und auch das Angebot für Kinder war wirklich toll. Muss man auf einigen Campingplätzen für Dinge wie Go-Karts oder andere Spielgeräte extra zahlen, ist hier alles im Preis inbegriffen.

14114718_1100551790038948_1760552985_o

Das gefällt uns als Eltern natürlich besonders gut. Neben den unterschiedlichen Angeboten für Kinder, findet man auf diesem Campingplatz, einen Pool, einen Aufenthaltsraum mit Büchern und Spielen für schlechtes Wetter, sowie kostenloses W-Lan.

14044885_1100551806705613_286399437_o

 

14074334_1100551763372284_1017544354_o

Allen Urlaubern die Lust auf einen kleinen, familiär geführten Campingplatz in wunderschöner Österreichischer Umgebung haben, kann ich diesen Platz nur empfehlen. Nach dem ereignisreichen Tag, hatte niemand von uns mehr Lust zu kochen, also haben wir uns in Altenmark auf die Suche nach einem netten Restaurant gemacht. Die Kinder haben sich Pizza gewünscht, so das wir schlussendlich in der Pizzeria Pinocchio gelandet sind. Auch hier haben wir einen echten Glückgriff gelandet. Auch wenn das Restaurant eher hochpreisig ist, die Portionen und vor allem der wahnsinnig gute Geschmack machen das mehr als Wett.

Am nächsten Morgen machten wir uns dann frisch ausgeruht auf den Weg nach Kroatien. Für welche Ecke des Landes wir uns schlussendlich entschieden haben und was wir dort alles erlebt haben, erzähle ich euch in Part 2 meines Urlaubsberichtes.

 

14060493_1100551786705615_1929679292_o

Also bleibt gespannt.

Eure Mimo

Merken

Merken

Merken

3 Replies to “{Unterwegs} Kroatienurlaub 2016 (Part1)”

  1. Tanjas Bunte Welt sagt: Antworten

    Oh das fing ja schon turbulent an und was für ein Glück. Ich hoffe es war die einzige Panne
    Liebe Grüße

  2. Sabine Schneider sagt: Antworten

    Ein turbulenter Start. Aber wer eine Reise tut hat was zu erzählen. Schön das alles gut gegangen ist

  3. […] Campingplatz in Österreich entdeckt. Wer jetzt nicht so genau weiß, wovon ich Rede, der kann es hier noch mal schnell nachlesen. Vorab hatten wir uns eigentlich den Camping Platz Umag nicht weit […]

Kommentar verfassen